Das 2. Semester | Fazit

Das 2. Semester ist endlich geschafft, doch erfolgreich…?

Liebe Lustesser & Freunde des gesunden Geschmacks,

das 2. Semester der medizinischen Ernährungswissenschaft an der Universität zu Lübeck geht zu Ende. Wie schon angekündigt, war ich während der Klausurphase etwas wenig auf meinem Blog unterwegs. Dennoch möchte ich eure Fragen zu meinem Studium kurz beantworten. | #medizinischeernährungswissenschaft #unilübeck

 

Meine Module des 2. Semesters

♥ Einführung in die Humanbiologie (Anatomie & Humangenetik) | KP 08 | BESTANDEN

♥ Ernährungsphysiologie | KP 07 | BESTANDEN

♥ Grundkurs Mathematik 2 | KP 04 | BESTANDEN

♥ Organische Chemie | KP 12 | BESTANDEN

 

Stand: 22.04.18

Résumé

Erwarteter Stress

Ehrlicherweise haben mich die ganzen Termine zu Beginn des Semesters etwas eingeschüchtert. Ich wusste, dass mir das 1. Semester nicht ganz leicht gefallen ist. Wie denn auch, wenn man als absoluter „Anfänger“ in Sachen Naturwissenschaften einsteigt. Ich hatte schon großen Respekt vor den Themen, da ich das 1. Semester etwas zu „naiv“ betrachtet habe. Nichts desto trotz –  man kann alles schaffen, wenn man es aus vollen Herzen angeht.

Gefühlter Stress

Wie schön, dass Erwartung und Gefühl immer so weit auseinander liegen. Not. Das ganze Semester über war ich doch sehr angespannt, da wir dieses Semester zu einigen Versuchen Protokolle anfertigen mussten. Dadurch, dass man im Labor mit den Versuchen schneller voranschreiten musste, als die Vorlesung behandelt, wusste ich oftmals gar nicht wie ich die Protokolle schreiben sollte. Danke an meine super Mitstudenten & die „HiWis“. Der Stress war aufgrund des Zeitmangels enorm. Auch wenn ich mir wirklich gut zugeredet habe, war mir unterschwellig schon oft bewusst, dass die Klausurphase „nicht ohne“ werden würde. Trotzdem musste ich die Strategie vom 1. Semester grundlegend überdenken. Da habe ich mir viel zu viel Stress gemacht und einige Tränen vergossen – wofür?

Wirklich erlebter Stress

Nun zum spannenden Teil –  rückblickend betrachtet war es nicht ganz so schlimm wie im 1. Semester, dennoch war meine Herangehensweise nicht ganz ausgereift. Die Labortage sind mit das Aufwendigste, da sie viel Zeit beanspruchen & guter Vor- & Nachbereitung bedürfen. Zwei Klausuren stehen noch an (siehe oben), eine davon, die mich etwas nervös macht: Organische Chemie. Ich habe für die erste OC-Klausur wirklich viel gemacht, mir aber vorgenommen, mich erst 4 Wochen vor der Klausur intensiv mit dem Lernen zu beschäftigen. Das letzte Semester kostete mich viel zu viele Nerven, weil ich viel zu früh angefangen habe intensiv zu lernen. Da fehlte mir am Ende die Energie. Auch wenn es bei der 1. Klausur nicht gereicht hat, bin ich fest entschlossen, die 2. zu bestehen. Der schwierigste Teil ist es, sich jetzt noch einmal richtig zu motivieren. Ist mir zu Beginn sehr, sehr schwer gefallen, da ich noch mitten im Urlaubmodus war. Der Countdown läuft – Attacke!

 

Die wichtigsten Fragen von Euch

 

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Dadurch, dass ich wirklich keinerlei naturwissenschaftliche Voraussetzungen hatte, würde ich sagen, dass man einfach Leidenschaft & Interesse für das Thema „Ernährung“, „Biochemie“ oder generell „Chemie“ mitbringen sollte. Man kann sich wirklich an gewisse Themen „heranlieben“, weil sie mit Ernährung nun mal zu tun haben. Ich finde Chemie wirklich spannend, aber auch generell etwas schwer zu verstehen (Der Anfang ist schwer), sobald man aber dahinter steigt (so nach und nach ;-)) finde ich es super spannend. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man naturwissenschaftlich gut bewandert ist, aber es ist kein muss! Um den Studiengang zu studieren benötigt man ganz normal das Abitur und ansonsten entscheidet dann der NC über Zu-& oder Absage. Ich glaube das letzte (1. Jahr :-D) lag er bei 2,1. Ich persönlich bin durch genug Wartesemester aufgenommen worden.

Welche beruflichen Perspektiven stehen mir danach zur Auswahl?

Das ist glaube eine der essentiellsten Fragen, die wir uns alle nach wie vor stellen. Selbst unser Professor konnte diese nicht hinreichend beantworten – ich glaube es gibt auch keine genaue „Perspektive“. Genau das ist ja das Besondere an diesem Studiengang. Man hat die Möglichkeit ein Teil von etwas ganz Neuem zu sein. Der Studiengang soll eine Schnittstelle zwischen Medizin & Ökotrophologie sein. Wir sollen experten auf der molekularen Ebene sein, wenn es um Lebensmittel geht. Wir sollen eine Sprache mit einem Mediziner sprechen können, aber auch mit Patienten. Wir sollen von „Ärzten“ nicht mehr belächelt werden, was in der Ökotrophologie oftmals der Fall ist. Berichtigt mich, wenn ich falsch liege, aber man wird sofort als selbsternannter „Ernährungsberater“ abgestempelt, der womöglich kein fundiertes Studium hinter sich an. Man hat in den letzten Jahren erkannt, wie wichtig die Ernährung in Zusammenhang mit Krankheiten ist und möchte diesen Bereich in die Medizin integrieren. Daher wurde in Lübeck im Uniklinikum eine eigene Sektion gegründet – die Ernähungsmedizin. Ein Dr. med. ist mein nach diesem Studiengang nicht. Ein großes Feld ist im Anschluss die Forschung, da wir von Beginn an in Laboren arbeiten & Praktika haben. Doch wie sich alles letzten Endes gestaltet, hängt von uns selbst ab. Dies ist für mich der absolute Reiz – wann kann man schon selbst ein Feld mich solch hinreichenden Auswirkungen mitgestalten? 😉

Muss ich erst Medizin studieren?

Nein. Für unseren Studiengang ist kein vorangegangenes Medizin-Studium nötig. Es gibt jedoch die Möglichkeit erst ein Medizin-Studium zu absolvieren und sich dann in Richtung Ernährungsmedizin zu spezialisieren, ob dies an der Uni Lübeck hunderprozentig möglich ist, kann ich nicht sicher beantworten. Unser Master hier in Lübeck nennt sich auch „Ernährungsmedizin“ (Nutritional medicine).

Kann ich diesen Studiengang studieren, ohne ein „Mathe-Ass“ zu sein?

Definitiv JA!

Kann ich diesen Studiengang studieren ohne ein „Chemie- & Physik-Ass“ zu sein?

Definitiv auch JA!

Wie zeit-intensiv ist der Stundenplan?

Hier mal ein kleiner Einblick in unseren Studenplan. Dafür, dass ich noch nie vorher studiert habe, finde ich ihn wohl eher „human“. Ich denke es geht noch viel schlimmer. Es bleibt nicht viel Zeit zum Nacharbeiten, aber wer macht das schon zu 100% 😉

Welche Module sind Teil deines Studiums (Bachelor of Science)?

Am besten beschreibt es diese Abbildung | Quelle | http://www.uni-luebeck.de

Studienplan Med. Ernährungswissenschaften Bachelor

Foto 12.09.17, 13 22 52

Mich interessiert dieser Studiengang sehr, ist es sehr viel Chemie?

Absolut! Das sollte man sich vorher nochmal bewusst machen. Um das Ganze etwas visuell darzustellen, verlinke ich euch einmal ein tolles Tortendiagramm | Quelle | http://www.uni-luebeck.de

Foto 12.09.17, 13 20 59

 

Ich hoffe ich konnte eure Fragen kurz & knapp beantworten. Bei weiteren Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne an mich wenden – während Klausurphasen verlängert sich die Antwortzeit eventuell ein „wenig“ 😉

Eure Laura ♥

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sehr schöner Beitrag und Rückblick! Die beiden Klausuren packst du auf jeden Fall auch noch!

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    1. lustesser sagt:

      Das werde ich! #optimismusistalles Danke liebe Stina 🍉

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