Verschollene Bloggerin taucht wieder auf!

Das könnte tatsächlich die neue Schlagzeile auf meinem Blog sein, wenn ich 10 Jahre ohne Lebenszeichen von mir, endlich wieder in meinen Blog einsteige. Aber dem Studium sei Dank sind es tatsächlich nur 6 Monate gewesen. Okay, ich weiß, nicht besonders witzig, aber wer könnte es mir verkennen, dass das „reale“ Leben meiner kompletten Aufmerksamkeit bedarf.

Lustesser is back! (Hoffe ich mal)

Um es kurz zu fassen: die vollkommene Wucht der Input-Welle des Studiums der Ernährungsmedizin hat mich getroffen. Dabei bin ich fast bis nach China geschwemmt worden, aber auch nur fast. Seit ca. 6 Monaten versuche ich den Alltag, mein Essverhalten, Sport, Familie und Freunde und mein Studium unter einen Hut zu bekommen. Dabei ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich plötzlich eine heimliche Affäre mit Chemie am Laufen hatte – Tag und Nacht, jede Sekunde am Tag kreisten meine Gedanken um Chemie. Zusätzlich betrog ich diese dann mit der hohen Kunst der Mathematik und gleichzeitig mit der Komplexität der Anatomie. Die Ernährungsphysiologie schob ich dann zwischen den ganzen Dates mit ein et voilà: mit Liebeskummer und ganz allein, ende ich dann doch hier vor meinem Blog. Auch ich musste einsehen, dass ich nicht immer auf allen Hochzeiten tanzen kann.

Der Schlüssel zum Glück ist…

kein geringerer als sich endlich mal Zeit für die Dinge zu nehmen, die einem Kraft geben, damit man den ganz alltäglichen Wahnsinn übersteht! Leute, Leute, ich sag’s euch: studiert nicht nach 8 Jahren Schulabschluss, was gerade erst in Deutschland ins Leben gerufen wurde. Da kriegt man ja Depressionen 😀 Spaß beiseite. Ich finde es super spannend, dass ich zum ersten Jahrgang der Studenten gehöre, die dieses unglaublich komplexe, interessante und unerforschte Feld betreten. Man muss ja mal zugeben, dass die Universität zu Lübeck sehr viel Aufwand betrieben hat, um diesen Studiengang ins Leben zu rufen. Neue Labore, neue Institute, neue Sektionen im Uni-Klinikum wurden gegründet. Das was hier gerade anläuft ist großartig.

Die Uni und ich

Da man bekanntermaßen klein anfängt, musste ich mich das ganze erste Semester über mit den Grundlagen der Naturwissenschaften herumschlagen. Blöd nur, dass mich das in meiner Schulzeit nie interessiert hat und bäm – da hatte ich den Salat! Mit großem Anlauf nahm ich Schwung und sprang in den Sumpf der Chemischen Strukturen. Es fühlte sich das erste halbe Jahr an, wie der Moment als Kind, wenn man auf dem Trampolin fällt, aber alle um einen herum immer weiter hüpfen und man nicht mehr auf die Beine kommt. (An dieser Stelle bin ich mir sicher, dass jedem diese Analogie geläufig ist ;-)) Ich kämpfte mich mit der besten Unterstützung von super Nachhilfelehrern und meinen Mitstudenten zurück an die Erfolgsspitze. Nach ungefähr jeder zuerst durchgefallenen Prüfung, habe ich endlich bestanden – das 2. Semester konnte kommen! Wuhuuuu …… Nicht!

2. Semester – das Tor zur Hölle

Ja ja, die Überschrift ist ein wenig übertrieben, aber was von uns verlangt wird ist schon nicht mehr ohne Heulkrämpfe oder purer Verzweiflung zu überstehen. Gott sei Dank geht es nicht nur mir so (Liebe Grüße an meine Leidensgenossen an der Uni). Whatever, man schwimmt einfach, wie ein toter Fisch, mit dem Strom und hofft, dass man am Ende das rettende Ufer nicht verpasst. Klausuren sind übrigens ab Juli, falls ich dann wieder verschollen sein sollte.

Danke für euer Verständnis & eure Geduld

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick darüber geben, was ich so momentan erlebe und wie es sich anfühlt. Keine Angst, meine Leidenschaft werde ich so schnell nicht aufgeben, dennoch danke ich euch für eure Geduld und euer Verständnis. Ich möchte nicht noch einmal so lange von der Bildfläche verschwinden. Promise. Wem ich trotzdem fehle, der muss sich mit Instagram-Posts von mir vorerst zufrieden geben (@Lustesser) Ach ihr Lieben, schön, dass es euch gibt und bis hoffentlich ganz, ganz bald!

Eure Laura♥

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Paninero sagt:

    Viel Erfolg für Dein Studium! Da ich einige Ernährungsberater und -Mediziner in meiner Diätkarriere kennen lernen durfte, interessiert mich, wie viele Studenten Ihr seid und wie viel davon männlich sind. Ich kenne nur weibliche Exemplare und stelle bei ihnen zunehmend fest, dass sie alle sehr, sehr dünn sind. Nicht nur Adipöse vermuten dann ja immer sonst was. 😉 Liebe Grüße, Paninero

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    1. lustesser sagt:

      Liebste Paninero, vielen lieben Dank für die Wünsche und natürlich deine Nachricht! Kann ich wirklich sehr gut gebrauchen 😉 Wir sind mit 66 Studenten gestartet, sind aber etwas „ausgedünnt“ worden. Nach diesem Semester wieder etwas wenige. Von unseren anfänglich 6 seltenen männlichen Exemplaren, sind tatsächlich noch 3 übrig geblieben 😀 Es stimmt, der Frauenanteil ist sehr hoch und auch bei uns gibt es viele schlanke Mädels. Extrem dünne Mädels haben wir eher wenig. Kann dich dahingehend sehr gut verstehen. Liebste Grüße aus Lübeck! 🙂

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